Klassentraining 2026 Lago Maggiore

 

08.07.2026

9 Tage Action: 50 Meilen - Training - 3 Ore

Ende Mai starteten wird zu 50 Meilen vom Lago Maggiore, Anfang Juni folgten fünf Tage Training und am 06.06. nahmen wir an der schon fast legendären “3 Ore di Ascona” teil - ein geballtes Programm - und das alles angereichert mit tollen sozialen Events und vielen guten Freundschaften.

Dieser Blog konzentriert sich auf das Fünf-Tages-Training der Saphire Klassenvereinigung mit der Läufen zum Klassenmeister.

Solche Szenen sollten wir mehrmals erleben: tolle Winde und eine bezaubernde Stimmung!

 
 

Ankunft in Ascona und Schiffstaufe der brandneuen Carbon Saphire “Tashi”

Wie schon im Training 2023 wurden alle acht Teams von Hafenwart Gustavo im Porto Patriziale ganz herzliche empfangen. Ebenso unterstützte uns Yachtclub Ascona mit Präsident Sandro und stellte uns die idyllische Infrastruktur im Park mit dem Clubhaus zur Verfügung. Fabrizio stand uns wie schon 2023 als Coach zur Verfügung und koordinierte alle Aktivitäten im Club und auf dem Wasser und natürlich fehlte auch der erfahrene Match-Racer Marc der Familie Monnin nicht!

Im Anschluss an die Preisverteilung der 50 Meilen folgte die Taufe der neuen Carbon-Saphire “Tashi”. Tashi steht für “glücksverheissend” und wird in Tibet oft als Begrüssung verwendet mit dem Ausruck “Tashi Delek”.

Claudia führte durch die Taufe und erklärten allen Saphire-Laien die technischen Highlights des neuen Bootes, was natürlich grosses Staunen auslöste;-). Einen separaten Blog zum Boot findet ihr hier.

Als Taufpatin stellte sich eine weitere Claudia vom Bodenseeteam “SAPHIRE” glücksverheissend zur Verfügung. Sie ergoss den Champagner (1. Preis vom Bürgenstockrace 2023 mit der Viento) über den neuen, teuren Bugsprit!

Im Anschluss marschierten wir zum Yachtclub Ascona für den Eröffnungsapéro gefolgt vom klassischen Grotto Baldoria mit seinem seit Jahrzenten unveränderten Einheitsmenu für SFr. 25!

 
 
 
 

Teamvorstellung

Bevor ich die einzelnen Tage durchleuchte, möchte ich die acht Teams vorstellen. Viele davon sind schon oft am Training gewesen. Rekordhalterin ist das erfahrene Team um die Améthyst mit elf Teilnahmen gefolgt vom Team Sinopé mit 10 Teilnahmen.

Besonders gefreut hat mich die Teilnahme der neuen Eigner mit Skipper Markus auf der Viento und schon zum zweiten Mal die Lykka mit Skipper Jochen. Das Team Lykka hat sich enorm gesteigert seit dem letzten Training - dort wurde hart trainiert und vor allem erfolgreich gesegelt!

Ebenso erfreulich war die Teilnahme der Zaphire, das Boot der Zürich-Versicherung mit Skipper Koen. Er hatte sich kurzristig entschieden ein Team zusammenzustellen und in Ascona mit dabeizusein. Die Zaphire wurde im Vorjahr in Estavayer durch ein anderes Team gesegelt. Schön, dass dieses Boot so rege genutzt wird. Als Clubboot steht es den Mitarbeitenden der Zürich-Versicherung zur Verfügung und ist offenbar den ganzen Sommer mittags und abends auf dem Zürichsee anzutreffen.

Tag 1 Freundschaftsregatta

Der erste Tag startete im Ristorante Vela mit einer Einführung, Danksagungen, Übungsbesprechung, Wetterbriefing und nach dem Mittagessen ging es gleich auf’s Wasser.

Dort praktizierten wir wieder die klassischen Aufwärmübungen, wie die Entenfahrt, Achterbahn und auch schon erste Speedvergleiche in zuvor gebildeten Zweierteams. Wir genossen traumhafte Süd-Thermik mit 12-15kn bei wunderschönem Licht, perfekt zum Auftakt.

Zum Tagesabschluss furhen wir eine “Freundschaftsregatta” ohne Wertung. Diese wurde dominiert und gewonnen vom Team “Chavapa”:

  1. Chavapa

  2. SAPHIRE

  3. Lykka

  4. Tashi

  5. Améthyste

  6. Sinopé

  7. Zaphire

  8. Viento

 
 

Tag 2 viel Theorie

Dienstag Flaute. Wir trafen uns schon um 09.00h zur Theorie im Yachtclub Ascona und zogen diese dann auch durch bis zum Mittagessen zu Themen wie Trimm und Manöver. Nach dem Mittag herrschte immer noch Flaute. So gingen wir in den Porto Patriziale, um ein paar Life-Demos von Marc zu den Gennakermanövern zu erhalten, mit Schwergewicht auf dem Jib-Drop sowie eine Erklärung der Regattaflaggen durch Fabrizio.

Am Abend lud die Klassenvereinigung die Mitglieder zum Nachtessen im Grotto Brunoni ein, typischen Tessiner-Menus wie Luganighetta, Risotto oder Polenta.

 
 

Tag 3 windreich

Am Mittwoch fuhren wir bereits um 07.30h auf’s Wasser Richtung Maccagno mit Gennaker im Tramontana (Nordwind) bei ansteigender Thermik. Zwischen Canobbio und Maccagno blässt sie am stärksten und wir konnten zwei traumhaft schöne Läufe segeln. Den ersten Lauf bei 15-16kn Wind konnte die Tashi vor Chavapa und SAPHIRE für sich entscheiden gefolgt von Améthyst, Lykka, Sinopé, Zaphire udn Viento. Im zweiten Lauf flaute der Wind leicht ab, aber dennoch konnte ein toller Lauf bei anfänglich 7-8kn Wind gesegelt werden welcher am Ende noch mit 3-4kn wehte. Den zweiten Lauf entschied die SAPHIRE vor der Améthyst und der Tashi für sich. Viento kam platzierte sich auf dem vierten Rang gefolgt von Sinopé, Lykka und Zaphire.

Um ca. 11.30h liefen wir dann in Maccagno ein, wo uns Fabrizio spontan Plätze in einem Restaurant gebucht hatte. Es gab Pasta al Pomodoro für alle! Es blieb auch etwas Zeit während der Mittagsflaute zum Baden und ausspannen.

Um ca. 15.00h sind wir wieder mit Inverna Richtung Schweiz zurückgesegelt und haben unterwegs 3er Serien Startübungen gemacht, insgesamt neun Starts, um Routine zu erlangen. Anstatt einen dritten Lauf zu machen, entschieden wir uns für die so wichtigen Startübungen, was sich an den folgenden Tagen auch auswirken sollte. Gegen 18.00h waren wieder alle Boote zurück im Hafen.

 
 
 
 

Tag 4 Hafenübungen

Wir tranfen uns am Morgen wieder im YCAs mit dem Debriefing des Vortags, wo v.a. Marc seine Erfahrungen des Vortags auf den verschiedenen Booten teilte.

Der Himmel war bewölkt und es zeichnete sich ab, dass es keine grossen Veränderungen geben würde. Das erlaubte uns, die Theorie am Morgen zu verlängern.

Dann erklärte Marc die Wahl der Startpositionen sowie viele Details zu den Wettfahrtregeln. Wir besprachen auch die Count-Down-Übung, um die Bootskontrolle am Start zu verbessern. Fabrizio erklärte uns allen den Hasenstart, welcher oft in grossen Feldern angewendet wird. Dann ging’s weiter zur Rollwende und schon bald wieder auf ‘s Wasser.

Am Nachmittag liefen wir aus und machten rund 1.5 Std. die Count-Down-Übungen bei leichten Winden im Duopack. Der Wind lockte uns dann Richtung Brissago-Inseln, schlief aber auf dem Weg dahin ein. Wir warteten noch rund eine halbe Stunde bevor wir in den Hafen zurückfuhren.

Dort nutzten wir die Gelegenheit, die Rollwende nochmals zu demonstrieren. Es gab insgesamt fünf Sequenzen, wovon eine hier dargestellt sei.

Der Höhepunkt des Tages war der Abend: Im Grotto Mulin di Ciöss wurden wir von Simon nach allen Künsten verwöhnt mit Speis und Trank und trotz oder vielleicht wegen des starken Regens verbrachten wir einen sehr gemütlichen und geselligen Abend.

Zwar hatten wir erst zwei Wertungsläuft für den Klassenmeister, aber das tat der Stimmung keinen Abgrund. Wir konnten trotz den zwei Flaue-Tage die Zeitfenster optimal nutzen und viele Übungen und nochmehr Theorie machen.

 
 

Tag 5 Regattatag am Morgen

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war stürmisch und diejenigen, die auf den Booten übernachteten waren wohl etwas übermüdet…

Doch um 06.00h war die grosse Front vorbei und schon um 07.00h wieder stahlblauer Himmel. So fuhren wir planmässig um 07.30h auf’s Wasser, um die schöne Tramontana-Thermik mit 10-12kn und leichten Schaumkronen optimal für die weiteren Läufe zu nutzen.

Unterhalb der Insel Brissago übten wir zuerste die Hasenstarts, die uns tags zuvor Fabrizio so gut erklärt hatte. Zwar kappte das nicht auf Anhieb, aber beim zweiten Start ging es vorzüglich. Der Hase “SAPHIRE” vorne durch und alle auf BB-Bug hinter dem Heck vorbei.

Dann starteten wir den dritten Lauf bei 10-12kn Wind. Es gab einen grossen, langen Parcours und der Tramontana flaute auf 8-10kn leicht ab. Dennoch war der Lauf extrem schön bei Sonnenschein und traumhafter Kulisse!

Diesen lauf sicherte sich die SAPHIRE vor der Sinopé und Lykka, gefolgt von Chavapa, Viento und am Schluss die Tashi. Leider gab es einen Zwischenfall auf der Améthyst und sie mussten sich aus der Regatta zurückziehen.

Zum vierten Lauf trat dann Amétyhst nicht an überliess das Feld den anderen Booten. Es gab immer noch Tramontana mit 6-8kn, Start beim Punto Pina. Der Lauf wurde aber abgekürzt, da die Morgenthemik sich dem Ende näherte. Tashi sicherte sich den Sieg im vierten Lauf erneut sehr knapp vor der Saphire. Auf dem dritten Rang folgt wieder Chavapa (mit Rollwende durch’s Ziel) vor Lykka, Sinope, Zaphire und Viento.

Danach fuhren wir alle zum Porto Ronco und nahmen dort während der Mittgasflaute ein gemütliches Mittagessen ein.

 
 

Tag 5 und am Nachmittag

 
 

5. Lauf: 6-7kn Wind von Süden südlich der Brissago-Inseln, leicht drehend und taktisch anspruchsvoll

Tashi gelingt ein Steuerbord-Start und war auf und davon und konnte nicht mehr eingeholt werden. Den zweiten Platz sicherte sich Lykka, die von Lauf zu Lauf stärker segelte ganz knapp gefolgt von der Saphire, welche sich entlasten musste nach dem Start. Leider legte ich die Linie nicht gut und die Boje trieb landseitig stark ab. Auf dem vierten Rang folgte Chavapa und Améthyst, die mit reduzierter Crew ins Rennen zurückkamen vor der Zaphire. Die Viento hatte sich nach dem Mittagessen direkt Richtung Ascona aufgemacht, da sie etwas früher abreisen mussten. Schade, aber schön dass sie mit dabei waren!

Beim sechsten und letzten Lauf hielt die Thermik bei konstanten 8-9kn, Fabrizio setzte eine gute Startlinie und Björn segelte erstmals an der Pinne der Lykka eine Klassenregatta. Es gab wechsel an der Spitze zwischen Tashi, Lykka und der Saphire - ein ganz knappes Bug an Bug Rennen! Erneut sicherte sich Tashi vor der Saphire den Sieg knapp gefolgt von Lykka, Chavapa, Améthyste und der Zaphire.

 
 

Schlussrangliste

Insgesamt konnten wir ale sechs Läufe bei tollen Bedingungen segeln, wodurch ein Streichresultat möglich war. Letztes Jahr waren Chavapa, Saphire und Sueño punktegleich auf dem ersten Rang und das letzte Rennen gab den Ausschlag, dass die Sueño den Pokal nach Hause nehmen konnte. Die Sueño wurde vom jetzigen Tashi-Team mit Steuermann Peter gesegelt. Das ist nun ihr dritter Sieg auf drei verschiedenen Booten.

Natürlich hatte das Carbon-Boot einen Vorteil, insbesondere gegenüber der Saphire-Cruise vom Bodensee, welche einmal mehr hervorragend gesegelt wurde! So sah es dann auch in der Rangliste aus, wo Tashi mit 7 Punkten knapp vor der Saphire mit 9 Punkten den Sieg errang. Neu mitgemischt hat dieses Jahr die Lykka mit der steilsten Lernkurve und landete auf dem dritten Rang mit 17 Punkten, punktgleich mit der Chavapa auf Rang vier.

  1. Tashi, 7 Punkte

  2. Saphire, 9 Punkte

  3. Lykka, 17 Punkte

  4. Chavapa, 17 Punkte

  5. Améthyst, 23 Punkte

  6. Sinopé, 25 Punkte

  7. Viento, 30 Punkte

  8. Zaphire, 33 Punkte

Abschluss und Preisverteilung

Wie schon bei der Eröffnung durften wir den Apéro erneut im Yacht Club Ascona durchführen - herzlichen Dank auch dafür. Dieser Platz ist einfach magisch - ich erinnere mich an die 90er Jahre, wo wir hier schon mit den A-Cats viele Jahre zu Gast waren und auf den Trampolinen im Park übernachteten.

Ein grosses Dankeschön nochmal an die beiden Coaches Fabrizio und Marc für die bereichernden Tage!

Drohnenbilder und Videos

Es folgt nun eine Auswahl an Drohnenbilder und -videos, welche Jonas auf der SAPHIRE während dem Training für uns gemacht hat. Ganz herzlichen Dank für diese eindrücklichen Aufnahmen! Die Drohnenaufnahme sind unterhalb des Blogs platziert.